Welche Brennstoffe kommen denn für meine Heizung in Frage?

Gerade in der Planungsphase wird irgendwann mal die Frage aufkommen, wie des Häusle später mal beheizt werden soll. Und des Thema is unheimlich wichtig, da wir hier von einer langfristigen Überlegung sprechen … naja im Grunde betrifft das ja des ganze Haus, aber hier is es tatsächlich so, dass beispielsweise Energiequellen wie Heizöl und Gas derzeit schon fast monatlich teurer werden.

Und natürlich hat jede Energiequelle seine Vor- und Nachteile, allerdings unterscheiden sie sich hier auch von der grundsätzlichen Effizienz und am Ende auch bezüglich der Auswirkungen für die Umwelt. Damit du bei diesem Thema einfach mal einen kleinen Überblick bekommst, gehen wir da einfach mal die Basics durch … keine Angst, ich wird´ versuchen das möglich trocken zu halten damit du spätestens beim dritten Absatz an deinem zweiten Käffchen nippen musst … des war zumindest der Plan 😉

Alex, wer is des der aktuelle Trendsetter unter den Energiequellen?

Aktuell schaut’s so aus, dass ein Großteil der Häuslebauer auf Erdgas setzt. Danach entsteht ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Heizöl und erneuerbaren Energien und das Schlusslicht wird dann durch die erneuerbaren Energien gebildet.

Wenn es allerdings um den niedrigsten CO2-Ausstoß geht haben wir in der aktuellen Rangliste auf Platz 1 die erneuerbaren Energien, auf Platz 2 die Fernwärme und Platz 3 Erdöl und Erdgas.

Nein ich hab´ in letzter Zeit nicht eine der besten Formel 1 Filme Rush mit Daniel Brühl und Chris Hemsworth gesehn … der Satzbau war ein reiner Zufall.

Die Kosten

Hier ein kleiner Callback aus meinem Beitrag: So wirst du zum Energiesparprofi:

Heizöl:

Das Heizöl ist gegenüber dem Vorjahr 22,4% teurer geworden.

Derzeit kann auch nicht eingeschätzt werden wie stark der Preisanstieg aussehen wird … eines wissen wir: Er wird massiv sein.

Gas:

Das Heizgas ist gegenüber dem Vorjahr 20,6% teurer geworden. Die Gasanbieter haben bereits eine durchschnittliche Preissteigerung von ca. 8,3% angesagt. Wenn wir das Ganze jetzt auf einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000kWh umrechnen, liegen wir bei ca. 110€ und das is ´ne ordentliche Hausnummer.

Ich könnte dich jetzt natürlich noch mit weiteren Zahlen, Daten und Fakten zumüllen, allerdings ist das nicht das Ziel dieses Beitrags. Fakt ist einfach, dass wir Energieressourcen, wie Erdöl oder Erdgas, zum Leben benötigen. Wir müssen uns auch damit abfinden, dass die Ressourcen nur begrenzt auf unsere Erde zur Verfügung stehen. Das hat natürlich wieder einen großen Einfluss auf die Nachfrage, die wiederum dann auch den konstanten Preisanstieg erklärt … naja zumindest so ein bissle. Es ist im Grunde ja logisch: Die Nachfrage erhöht immer den Preis. Wir können auch an der Preisentwicklung nichts wirklich ändern, allerdings haben wir es in der Hand, wie viel Energie wir verbrauchen und in welcher Konstellation wir die jeweilige Energieressourcen in Anspruch nehmen.

Heizen mit Erdgas

Erdgas is für uns als Endverbraucher eine relativ entspannte Geschichte. Die Lieferung des Erdgases erfolgt mit einem direkten Anschluss an unser Haus, somit müssen wir auch kein Vorratslager für einen Gastank einplanen und können die Energiequelle direkt nutzen.

Die aktuellen Erdgasheizungen sind mittlerweile auch so gebaut, dass die Energiequelle möglichst sparsam, effizient und schadstoffarm genutzt wird. Fachleute sprechen hierbei von einer Gasbrennwertheizung und die müssen laut der ENEV von 2014 eingebaut werden, da die Anlagen effizienter und schadstoffarmer arbeiten.

Die Anlage verbrennt Gas und erzeugt somit Hitze, wodurch die Heizkörper und das Trinkwasser mit Wärme versorgt werden können. Der Rauch, der durch das Verbrennen des Gases entsteht, enthält natürlich auch Wärme, die allerdings auch direkt zur Erhitzung der Heizkörper und des Trinkwassers genutzt wird. Das sorgt im Grunde auch dafür, dass eine Erdgasheizung mittlerweile sehr effizient arbeitet.

Heizen mit Erdöl

Wie bereits oben erwähnt is des Heizöl im Vergleich zum Vorjahr um schlappe 18,2% teurer geworden…Callback. Demnach is des ganze Grundprinzip eher eine Heizungsart, die meiner schwäbischen Sicht nach, der Vergangenheit angehört … aber hey, dadurch, dass wir die Heizungsart auch beispielsweise mit anderen Heizungsmodellen kombinieren können, gibt es dennoch die Möglichkeit die Anlage wieder effizient zu nutzen. Der Trick is dabei einfach der, dass wir die Anlage beispielsweise nur im Winter nutzen, wenn die Solaranlage oder eben auch die Wärmepumpe es nicht mehr schafft uns Häusle ausreichend mit Wärme zu versorgen. Des is im Endeffekt eine guter Lösungsansatz. Allerdings würde ich von diesem Modell dennoch abraten … Naja einfach wegen den schwäbischen Grundproblemen…da gibt einfach zu viele Variablen die den Preis vorgeben.

Heizen mit Solaranlagen

Solar- und Fotovoltaik-Anlagen schaffen es mit Sonnenstrahlen Energie zu gewinnen. Und damit du vom Grundsatz her weißt, was denn jetzt genau welche der beiden Anlagen kann, gehen wir mal kurz auf beide ein:

Solaranlage:

So eine Solaranlage besteht meistens aus mehreren Sonnenkollektoren und werden in der Regel auf Hausdächern installiert. Die Anlage besteht natürlich auch noch aus einer Steuerung bzw. Regelungstechnik in der die schwarze Magie gebündelt wird, allerdings gibt es beispielsweise auch Speichertanks in denen dann das warme Wasser gelagert wird … jetzt hab ich’s ja schon verraten: Die Anlage sorgt dafür, dass sich durch die Sonnenstrahlen Wasser aufheizt, was dann zum Duschen etc. benutzt werden kann. Cool an so einer Anlage is, dass sie so ca. 2/3 des Gesamtenergiebedarfs für eine Family deckeln kann.

Fotovoltaikanlage:

Die Fotovoltaikanlage gewinnt mit demselben Prinzip Energie, allerdings wird durch die Anlage Elektrizität für dein Häusle produziert … des war´s im Groben eigentlich schon. Ein cooler Funfact wäre noch, dass du die Energie auch an den Stromnetzanbieter deines Vertrauens verkaufen kannst.

Vom Grundsatz her sind beide Anlagen ´ne tolle Geschichte, wenn´ se jetzt nicht so sehr von der Sonne abhängig und teilweise ganz schön wartungsintensiv wären. Denn die Anlagen müssen immer regelmäßig gereinigt werden damit sie auch zu 100% laufen und es kann auch gerne mal vorkommen, dass durch die Witterungseinflüsse sich des eine oder andere Kabel verabschiedet, welches dann wieder ersetzt werden muss.

Naja, solange die Geschichte gefördert wird macht es noch ansatzweise Sinn. Abseits davon hast du mit solchen Anlagen immer mehr Ärger als nötig, da du bezüglich den Marken und den Herstellern schwer eine gutes von einem schlechten Produkt unterscheiden kannst, wenn du nicht gerade aus der Branche kommst … aber ich hab gehört, dass des Thema Sollbruchstellen nur ein Gerücht sein soll…

Heizen mit Erdwärme

Des is eine der regenerativen Energiequellen die mich wirklich überzeugt hat, da sie sowohl langfristig preislich stabil und kostengünstig bleibt … ..wer soll sie denn teuer machen, der Erdkern?

Der Grund warum mich diese Energiequelle überzeugt liegt daran, dass die Wärme aus dem Erdreich gezogen wird und umso tiefer sich die Technik in der Erde befindet, umso effizienter arbeitet sie auch. Derzeit wird davon ausgegangen, dass der Erdkern schon ca. 1 Milliarde Jahre alt is und solange der in den kommenden Jahren nix außergewöhnliches vorhat, is des wirklich ´ne garantierte Energiequelle mit der sich arbeiten lässt.

Heizen mit Holz

Hier sprechen wir vom Klassiker der Heizungen, seitdem wir das Feuer eindeckt haben. Naja gut, mittlerweile heizen wir nicht mehr direkt mit Holz, das wir selbst im Wald gefällt oder gesammelt haben … da gibt es jetzt einfach industrielle Lösungen wie Pellets, Hackschnitzel ( … ich frag mich immer noch wie sich der Name durchsetzen konnte) und das klassische Stückholz. In den meisten Fällen wird derzeit, einfach nur als stylischer Feature der Kamin im Wohnzimmer, und als zusätzliche Wärmequelle mit Holz beheizt … aber abseits davon is es immer seltener der Fall geworden, dass ein ganzes Häusle damit versorgt wird. Das liegt unter anderem daran, dass wir bei der hohen Schadstoffbelastung mittlerweile ein schlechtes Gewissen bekommen, oder?

Heizen mit Fernwärme

Vom Grundsatz her sprechen wir bei Fernwärme von einem separaten Energielieferanten, der uns mit warmem Wasser versorgt und wir im Gegenzug uns die Heizung sparen können da. Die Fernwärme is nicht nur ein Nebenprodukt der Kraftwerke in deiner Umgebung. Mit denen lässt sich, auch wie beim Storm, ein entsprechender Anbieter suchen, mit dem du einen Vertrag abschließt und monatlich für deine Heizkosten zahlst. Das Problem an der Geschichte ist nur, dass du erst mal einen Anschluss benötigst der gerne mal ein 4-5.000€ kostet, aber im Zweifelsfall auch vom jeweiligen Anbieter übernommen wird. Und dann bist du auch noch im Zweifelsfall an einen längeren Vertrag gebunden und kannst nicht einfach mal jährlich den Anbieter wechseln.

Fazit:

Ich hab´ in diesem Beitrag die jeweiligen Energiequellen bewusst nur mal kurz und relativ knapp beschrieben damit du einfach einen kleinen Überblick hast.

Theoretisch könnte man über jede Energiequelle mal locker ein kleines Büchlein schreiben, aber die dann zu lesen empfehle ich auch wirklich nur demjenigen, der auch Interesse an der jeweiligen Energiequelle hat. Ich persönlich würde, wenn es machbar wäre, definitiv das Geld in die Hand nehmen und mit Erdwärme heizen, da ich dann einfach langfristig gesehen meine Ruhe bezüglich der steigenden Rohstoffpreise hätte.

Danke für’s lesen, ich würd mich riesig freuen wenn du den Beitrag teilst wenn er die gefallen hat:

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Und hier geh ich nochmal auf die wichtigsten Details ein: