Das Massivhaus

Bei den unterschiedlichen Varianten des Häuslebauens gehört das Massivhaus wirklich zu den Klassikern und das liegt unter anderem einfach daran, dass es sich die letzten gefühlt 2000 Jahre einfach bewährt hat. Das Massivhaus wurde schon damals bei den Griechen in einer ähnlichen Bauweise gebaut. Und dadurch, dass so ein Massivhaus nahezu ohne Fertigteile auskommt, sprechen wir hier auch von der langlebigsten Variante des Hausbaus. Komisches nur, dass auch das Massivhaus mit negativen Aspekten behaftet ist. Beispielsweise ist hier gerne die Rede davon, dass du sehr viel Geld Zeit und Nerven mitbringen solltest. Aber ist das wirklich so? Darauf gehen wir jetzt einfach mal genauer ein.

Alex was ist das denn jetzt eigentlich so ein Massivhaus?

Also grundsätzlich ist das erst mal einfach nur der Fachbegriff für den klassischen Häuslebau.

Und da es mittlerweile so viele Hausbau Varianten gibt, musste man eigentlich nur dem klassischen Hausbau einen Fachbegriff geben, damit man den auch irgendwo einordnen konnte. Und wenn wir uns jetzt beispielsweise mit deinem Vater über das Hausbauen unterhalten würden, gäb´ es für ihn wahrscheinlich auch nur diese eine Variante des Häuslebauens.

Aber ich komm jetzt mal langsam zum Punkt und wir vergleichen das ganze wieder mit einem Lego-Set. Du öffnest das Paket und hast erst mal 8 Plastiktüten mit unterschiedlichen Teilen. Und anschließend nehmen wir uns die Anleitungen vor und bauen das Lego Modell Stück für Stück zusammen. Bei einem Massivhaus ist das ganz ähnlich, alle Teile werden nach und nach vor Ort angeliefert und im Anschluss von unterschiedlichen Firmen zusammengebaut. Das Haus wird praktisch aus Mauersteinen und Stahlbeton Stück für Stück zusammengesetzt. Daher kommt auch das Wort: Massiv, weil einfach jedes Einzelteil besser miteinander verbunden ist. Und dadurch wird das Haus natürlich auch stabiler und langlebiger. Und das sorgt wiederum dafür, dass das Haus auch einen höheren Verkaufswert hat.

Normalerweise bestehen die Wände natürlich aus Mauerwerk da gibt’s dann natürlich auch unterschiedliche Materialien und Fabrikate und es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass auch die Wände auch aus Beton bzw. Stahlbeton hergestellt werden können. Da gilt letztendlich die Regel: Alles kann nichts muss…. außer bei den Decken die sollten natürlich aus Stahlbeton hergestellt werden.

Und für welche Materialien sollte ich mich da grundsätzlich entschieden?

Das ist in der Tat wirklich eine schwierige Wahl und liegt aber auch wirklich daran, dass es mittlerweile sehr viele unterschiedliche Materialien auf dem Markt gibt, die natürlich auch dementsprechend unterschiedliche Wärmedämm- und Schallschutz-Eigenschaften besitzen.

Ich bin z.B. ein sehr großer Fan von Ziegelsteinmauerwerk. Nicht nur weil die Steine sehr gute Wärmedämm- und Schallschutz-Eigenschaften besitzen, sondern auch weil das Haus besser atmen kann. Und jetzt fragst du dich wahrscheinlich: Ähm…besser atmen? Ja, denn dein Haus muss ja auch irgendwo die Feuchtigkeit die durchs Kochen oder Duschen entsteht irgendwie aufnehmen und abgeben können damit sich kein Schimmel bilden kann.

Und was hab´ ich sonst noch so an Vorteilen?

Wie bereits oben erwähnt ist das Massivhaus natürlich langlebiger und stabiler gebaut doch da gibt natürlich auch noch viele andere Vorteile:

Ein ausgeglichenes Raumklima

Eine sehr wichtige Eigenschaft ist für mich beispielsweise ein ausgeglichenes Raumklima. Und das fällt natürlich erst immer dann auf, wenn die Luft in den Räumen relativ trocken oder beispielsweise relativ feucht ist. Und da wird immer ein sehr guter Ausgleich durch ein Ziegelmauerwerk geschaffen.

Der Schutz vor Schimmel

Ich habe ja bereits erwähnt, dass es sehr wichtig für dich sein sollte, dass das Haus atmen kann. Und da geht das aber auch nicht nur darum, dass wir ab und zu mal das Haus lüften damit die Feuchtigkeit aus dem Haus verschwinden kann. Es geht auch darum, dass das Haus von Feuchtigkeit geschützt ist. Das heißt, umso besser die Bauausführung, umso besser ist auch deine Isolierung des Hauses und somit auch der Schutz gegen Feuchtigkeit und Schimmel.

Allgemeiner Schutz und Sicherheit

Gerade beim Massivhaus hast du den Vorteil, dass du nicht nur vor den Wetterbedingungen besser geschützt bist, sondern das Haus natürlich auch nicht direkt anfängt in Flammen aufzugehen falls du mal den Herd angelassen hast. Und wenn dein Haus anständig geplant und gebaut wurden hast du gleichzeitig ein Zuhause für die kommende Generation geschaffen.

Ein effektiver Schallschutz

Auch ein schöner Vorteil das Massivhaus ist es, dass der ganze Lärm, der sich draußen auf der Straße abspielt, meistens auch wirklich draußen bleibt.

Eine hohe Wärmespeicherfähigkeit

Einer meiner Favoriten, denn ein Massivhaus bleibt im Sommer relativ kühl und im Winter richtig schön warm. Diesen schönen Nebeneffekt erzielst du unter anderem mit dem zweischaligen Mauerwerk. Da besteht dann die erste Schicht aus dem Mauerwerk die zweite Schicht aus der Dämmung, also eine Schutzisolierung die dafür sorgt, dass Wärme oder Kälte im Haus bleibt und die dritte Schicht aus der Außenfassade.

Ok Alex, du hast mich neugierig gemacht, wie kann ich denn jetzt ein Massivhaus bauen?

Natürlich führen auch hier wieder mehrere Wege nach Rom. Allerdings gibt es meiner Meinung nach nur zwei Varianten die wirklich Sinn machen:

Der Bau in Eigenregie

In dieser Variante kümmerst du dich quasi um alles. Das heißt du suchst dir die passenden Firmen, holst Angebote ein, vergleichst und beauftragst sie dann auch. Hier hast du natürlich den Vorteil, dass du direkt bei allem den Überblick behältst und natürlich dementsprechend auch die Angebote nachverhandeln und somit auch Kosten sparen kannst. Das ist natürlich um einiges günstiger wie wenn du im Vergleich beispielsweise mit einem Generalunternehmer arbeiten würdest. Er bietet dir den Vorteil, dass du ein Haus bekommst bei dem du dich um nix kümmern musst aber dann dementsprechend zu einem Preis der natürlich höher ausfallen würde. Diese Variante empfehle ich dir im Zweifelsfall auch wirklich nur dann, wenn in deiner Familie oder Freundeskreis auch Familienmitglieder aus der Baubranche sind, die dich beim Häuslebau unterstützen können.

Der Bau mit einem Architekten

Eine meiner Lieblings Varianten ist der Hausbau mit dem Architekten. Dann da hast du nicht nur den Vorteil, dass du den Architekten genau nach deinen Wünschen beauftragen kannst. Du hältst im Zweifelsfall auch ein maßgeschneidertes Hauskonzept das genau deinen Wünschen entspricht. Du hast hier natürlich auch den Vorteil, dass dein Architekt auch gleichzeitig als Bauleiter agieren kann und dementsprechend wirklich darauf achtet, dass dein Haus fachgerecht aufgebaut wird.

Fazit

Ich finde es immer super interessant, wenn das Massivhaus mit sehr viel Zeit,Geld, und Nerven verbunden wird. Denn gerade diese drei Aspekte kannst Du grundsätzlich vermeiden, wenn du dir wirklich Gedanken über die Planung gemacht hast. Und wenn wir schon bei der Planung sind, so ein Massivhaus ist einfach wirklich sehr individuell gestaltbar…vor allem mit einem Architekten. Wichtig sollte für dich natürlich auch sein, dass der Hausbau an und für sich, also dieser grundsätzliche Prozess, gerne mal zwei Jahre dauern kann. Das sage ich dir jetzt nicht um dich abzuschrecken, das will ich dir einfach mitgeben, damit du eine gewisse Ruhe im Schaffungsprozess deines neuen Zuhauses hast. Denn auch hier geht es nicht darum wer als erster in sein Haus einziehen, sondern wer am längsten in seinem Haus wohnen kann.

Danke für’s lesen, ich würd mich riesig freuen wenn du den Beitrag teilst wenn er die gefallen hat:

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Und hier geh ich nochmal auf die wichtigsten Details ein:

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